Ein Wochenendtrip nach Helsinki

Meine persönlichen Empfehlungen für euch.


Wenn man schon einmal in Finnland ist, dann sollte man der Hauptstadt des Landes (Helsinki) einen Besuch abstatten. In diesem Beitrag möchte ich euch gerne meine persönlichen Erfahrungen und Empfehlungen nahebringen.

Jedoch zuerst ein paar allgemeine und wissenswerte Informationen über die Stadt:

  • In Helsinki leben circa 635.000 Menschen auf einer Fläche von 715 km².
  • Das sind etwa 9% der Finnischen Bevölkerung.
  • Geldautomaten heißen „OTTO“ welche aber keine Verbindung zum eigentlichen Namen haben.
  • Öffentlicher Verkehr funktioniert mittels RFID Tickets (kaum zu glauben, oder?).

Das sind aber nur vier von ganz vielen Fakten und auch kuriosen Dingen, welche ich für euch habe. Mehr dazu später in einem separaten Blogbeitrag. Aber was kann man in Helsinki überhaupt machen? Immerhin haben die meisten von uns keine direkte Verbindung zu dieser Stadt wie z.B. zu München, welche weltbekannt für das Oktoberfest oder auch Lederhosen (ich weiß das gehört zusammen) ist.

Genau diese Frage habe ich mir ebenfalls vor Antritt meines Wochenendtrips gestellt. Samstag sollte es in die Stadt gehen, so viel stand fest. Als aufgeklärter junger Mann besucht man hier natürlich das Internet und fragt es nach Sehenswürdigkeiten (etwas Kultur muss schon sein) und außergewöhnlichen Stellen. Zumindest bin ich mehr der Typ, welcher etwas tiefer in eine Stadt schauen möchte als einfach nur die typischen Touri-Angebote wahrzunehmen. Was mich aber direkt zu einer ähnlichen Thematik bringt. Touristenangebote. Jeder kennt sie, Hop-on-Hop-off ist wohl jedem geläufig. Etwas spezieller wird es schon bei sogenannten „Städtekarten“ wie z.B. die Helsinki Card (welche ich selbst hatte) oder auch die Stockholm- oder Berlin-Card. Diese Karten versprechen immer kostenfreien Eintritt oder Rabatte bei bekannten Sehenswürdigkeiten. Aber lohnen sich solche Angebote überhaupt? Eine gute Frage, welche ich durch eigene Praxis nun beantworten kann. Es kommt darauf an, wie viele der Attraktionen man wirklich nutzt. In meinem Fall waren es nur ein paar – somit wäre ich im Gesamtpreis nicht auf die Kosten von 48 Euro gekommen. So etwas weiß man aber auch nicht immer vorher beziehungsweise kann es abhängig von der Tagesplanung sein. Spontan wie ich bin, habe ich mir natürlich erst einen Tag vor meinem Trip überhaupt Gedanken darüber gemacht. Dabei hatte mir meine nette Arbeitskollegin extra etwas Infomaterial zusammengesammelt. Nach kurzer Zeit fand ich auch ein paar spannende Angebote.

Besucht habe ich an dem Wochenende zuerst die Innenstadt von Helsinki. Um genauer zu sein, den bekannten „Senats Square“ sowie auch den Dom von Helsinki und den Markt am Hafen. Anschließend bin ich mit der Fähre vom Festland auf die Festungsinsel Suomenlinna gefahren und habe dort meine restliche Zeit verbracht. Die Insel überzeugt nicht nur mit ihrer Größe, sondern auch mit den Verteidigungsanlagen an der Bucht und in Richtung des Meeres. Eine interessante Tatsache an dieser Stelle ist, dass die Insel auch heute noch von circa 850 Menschen bewohnt wird und sich hier neben vielen Restaurants und Cafés auch ein Supermarkt befinden.

Aber kommen wir nochmal zurück zu ein paar Fakten der Stadt. Ich habe Helsinki mit dem Auto besucht, weil ich selbst am Stadtrand arbeite und auch wohne. Für mich waren das circa 30 Minuten bis zur Stadt, bevor ich den unteren Hafen (nahe dem Senatsplatz) erreicht hatte. Das eigentliche Problem dabei: Die Parksituation in Helsinki. Parkplätze auf den Straßen sind absolute Mangelware und wenn es sie gibt, sind sie sehr teuer (teilweise bis zu € 7,50 pro 30 Minuten). Als alternative bleiben die Europark Tiefgaragen, welche mit € 3,50 pro Stunde im Vergleich etwas günstiger sind. Am Sonntag oder zwischen 21 und 6 Uhr zahlt man hier gerade mal € 1,00 pro Stunde.

Wenn man den ganzen Tag auf den Beinen ist, muss auch mal das kleine Geschäft verrichtet werden. Hier wartet bereits die nächste Überraschung. Wer auf die Toilette geht und anschließend wieder raus möchte, wird etwas in Panik verfallen, weil sich die Tür einfach nicht öffnen lässt. Aber kein Grund zur Sorge, auch hier sind die Finnen ein klein wenig anders: Schlösser lassen sich immer in die entgegengesetzte Richtung öffnen als in Deutschland. Türklinken haben meistens übrigens keine Bedeutung und funktionieren erst, sobald sich ein Schlüssel im Schloss befindet.

Ich hoffe, dass ich euch ein paar Anregungen und auch einen Einblick in die Stadt Helsinki geben konnte. Ich werde auch noch einmal einen zweiten Beitrag veröffentlichen, in welchem ich euch ein paar Tipps und auch Lost Places vorstellen werde. Dazu aber später mehr.
Habt auch vielen Danke für einige Zuschriften von euch und eure privaten Kommentare!

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